Zweite Herbstprobe 2026
Am Mittwoch, den 30. September 2026, fand um 19:30 Uhr die zweite Herbstprobe der Freiwilligen Feuerwehr Gries am Brenner statt. Als Übungsobjekt diente ein Bauernhof in Lueg. Die Übungsannahme war: Brand im Aussererseehof– drei Personen werden vermisst.
Eine besondere Herausforderung stellte bereits die Zufahrt zum Übungsobjekt dar. Diese führte durch einen sehr engen Tunnel, der mit größeren Einsatzfahrzeugen nicht befahren werden konnte. Gerade aufgrund dieser besonderen Gegebenheiten wurde der Hof für die Herbstprobe ausgewählt.
Vom Ende des Tunnels bis zum Bauernhof musste über eine Strecke von rund 100 Metern eine Zubringerleitung für die Brandbekämpfung aufgebaut werden. Gleichzeitig ging unmittelbar nach dem Eintreffen ein Atemschutztrupp zur Suche nach den vermissten Personen in das Gebäude vor. Vor dem Brandobjekt wurde zudem eine Atemschutzsammelstelle eingerichtet.
Eine vermisste Person konnte bereits in der Tenne aufgefunden und unter Verwendung einer Fluchthaube aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Im weiteren Verlauf wurden die beiden übrigen Personen lokalisiert. Eine davon war unter einer Landmaschine eingeklemmt, die dritte Person befand sich im Heukran.
Zur Rettung der eingeklemmten Person wurde ein zweiter Atemschutztrupp zugezogen. Gemeinsam wurde die Landmaschine händisch angehoben und die Person im Rahmen einer schnellen Crash-Rettung aus dem Gefahrenbereich gebracht. Anschließend konnte auch die dritte vermisste Person aus dem Heukran gerettet werden.
Parallel zur Menschenrettung wurde bereits die Brandbekämpfung durchgeführt und die Wasserversorgung über die zuvor aufgebaute Zubringerleitung sichergestellt. Nach der Meldung "Brand aus" wurde das Gebäude mittels Druckbelüftung entraucht.
Neue Atemschutzausrüstung im Praxistest
Ein weiterer Schwerpunkt der Übung lag auf der praktischen Erprobung neuer Ausrüstungsgegenstände im Atemschutzbereich. Erstmals kamen dabei Netzhalterungen für Atemschutzmasken, in die Atemschutzmasken integrierte Funktechnik, neue Lungenautomaten beim Wechsel des Atemschutztrupps, sowie eine druckbelüftete Fluchthaube zum Einsatz.
Die neue Ausrüstung konnte damit erstmals unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden. Die Integration in den bestehenden Einsatzablauf funktionierte bereits sehr gut und die Atemschutzgeräteträger konnten wichtige erste Erfahrungen im Umgang mit dem neuen Material sammeln.
Ein großes Danke gilt Familie Gstraunthaler für die Zurverfügungstellung des Bauernhofes und auch für den Einsatz als Statisten bei der Übung.
Im Einsatz:
FF Gries: TLFA, LFBA, BLFA, LASTA, KDOA, MTFA, 35 Mann
Bericht: HV Johannes Jenewein

