Grenzüberschreitende Gemeinschaftsübung Tirol und Südtirol
Am Samstag, den 17. Oktober 2026, fand eine umfangreiche grenzüberschreitende Gemeinschaftsübung der Feuerwehren Gries am Brenner, Obernberg am Brenner , Gossensaß und Pflersch statt. Im Mittelpunkt standen dabei neben der Bewältigung unterschiedlicher Einsatzszenarien vor allem die Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Feuerwehren aus Tirol und Südtirol.
Für die Übung wurden zwei gemischte Gruppen gebildet. Eine Gruppe setzte sich aus Mitgliedern der Feuerwehren Gries am Brenner und Gossensaß zusammen, die zweite aus Kameraden der Feuerwehren Obernberg und Pflersch. Insgesamt wurden drei unterschiedliche Einsatzszenarien abgearbeitet.
Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen
Beim ersten Szenario wurde ein schwerer Verkehrsunfall angenommen. Ein PKW war auf der Seite zum Liegen gekommen und unter einem Tieflader eingeklemmt. Im Fahrzeug befanden sich zwei Personen, eine davon war nicht ansprechbar.
Nach der Erkundung wurde das Fahrzeug umgehend gegen weitere Bewegungen gesichert. Anschließend wurde ein Rettungsweg über den Kofferraum geschaffen und die beiden eingeschlossenen Personen aus dem Fahrzeug gerettet.
Gebäudebrand mit vermisster Person und Gastanks
Das zweite Szenario fand in Lueg statt. Übungsannahme war ein Gebäudebrand mit einer vermissten Person. Eine zusätzliche Gefahr stellten zwei Gastanks auf der Gebäuderückseite dar, die durch den Brand unmittelbar beflammt wurden.
Während ein Trupp umgehend zur Menschenrettung in das Gebäude vorging, wurden die Gastanks aus sicherer Deckung heraus gekühlt. Nach der Rettung der vermissten Person lag der Schwerpunkt auf der weiteren Brandbekämpfung und der Kühlung der Tanks. Zusätzlich wurde eine Wasserversorgung aus einem nahegelegenen Bach aufgebaut, um die Löschwasserversorgung des Tanklöschfahrzeuges sicherzustellen.
Personenbergung im steilen Gelände
Für das dritte Szenario ging es in den Bereich Brennerbad bei Gossensaß. Dort wurde die Rettung einer abgestürzten Person aus steilem Gelände geübt.
Besonderes Augenmerk wurde auf eine möglichst patientenschonende Rettung gelegt. Die verletzte Person wurde zunächst noch im Gelände erstversorgt und für den Transport vorbereitet. Anschließend erfolgte die Bergung mit einer Schleifkorbtrage über ein steiles Bachbett nach oben.
Gemeinsamer Abschluss in Gries
Nach Abschluss der drei Übungsszenarien trafen sich alle Beteiligten im Gerätehaus Gries zur gemeinsamen Abschlussbesprechung. Dabei wurden die einzelnen Übungslagen nochmals besprochen und Erfahrungen zwischen den beteiligten Feuerwehren ausgetauscht.
Unter den anwesenden Funktionären und Ehrengästen befanden sich Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Thomas Reiner, Abschnittskommandant ABI Thomas Triendl, Vizebürgermister und Kommandant a.D. HBI Alois Wieser, Bezirksinspektor des Südtiroler Wipptals und Kommandant der Feuerwehr Gossensaß Markus Mair, Abschnittsinspektor Hannes Plank aus Südtirol sowie der Bürgermeister von Obernberg, Mag. Josef Saxer.
Im Anschluss klang die Übung bei einem gemeinsamen Grillen kameradschaftlich aus. Ein besonderer Dank gilt der Feuerwehr Obernberg, die das Grillen übernahm.
Die Feuerwehr Gries am Brenner bedankt sich bei allen beteiligten Feuerwehren für die Vorbereitung und Durchführung dieser gelungenen Gemeinschaftsübung. Übungen wie diese leisten einen wichtigen Beitrag zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und sorgen dafür, dass im Ernstfall auch über Gemeinde-, Bezirks- und Landesgrenzen hinweg rasch und koordiniert zusammengearbeitet werden kann.
Im Einsatz:
- FF Gries: LFBA, MTFA, 15 Mann
- FF Obernberg
- FF Gossensaß
- FF Pflersch
Bericht: HV Johannes Jenewein

