++EINSATZ++ Hüttenbrand im Bereich Ritten
Am Dienstag, den 30. Juni 2026, wurde die Feuerwehr Gries am Brenner um 23:33 Uhr zu einem gemeldeten "Brand Einfamilienhaus" im Bereich Ritten alarmiert. Ebenfalls mitalarmiert waren Polizei und Rettungsdienst. Die Polizei unterstützte den Einsatz unter anderem mit einer Drohne.
Die in der Alarmmeldung genannte Adresse lag in einem schwer zugänglichen Waldstück oberhalb der ÖBB-Brennerstrecke. Da die Löschwasserversorgung im Bereich Ritten stark begrenzt ist, wurde bereits zu Beginn entschieden, eine Relaisleitung vom Hydranten in der Nähe des Reimmichlplatzes bis zum Brandobjekt aufzubauen. Um die Wasserversorgung bis zur Fertigstellung dieser Leitung sicherzustellen, wurde um 23:42 Uhr zusätzlich die Feuerwehr Steinach mit TLFA und GTLF nachalarmiert.
Die letzten rund 350 Meter zum Brandobjekt führten über einen schmalen Weg mit etwa 80 Höhenmetern. Eine direkte Zufahrt mit Einsatzfahrzeugen war daher nicht möglich. Die Einsatzkräfte mussten diesen Abschnitt zu Fuß und mit schwerer Ausrüstung bewältigen. Auch die Schlauchleitung musste über diesen Bereich händisch verlegt werden.
Beim Eintreffen am Einsatzort konnte schließlich festgestellt werden, dass nicht das Wohnhaus, sondern eine kleine Hütte in der Nähe des Wohnhauses in Vollbrand stand. In der Hütte befanden sich keine Personen.
Der erste Löschangriff erfolgte unter schwerem Atemschutz. Um die Zeit bis zum Aufbau der B-Leitung vom TLFA zu überbrücken, wurde zunächst ein vor Ort vorhandener D-Schlauch verwendet. Dafür wurde eine ebenfalls vorhandene Tauchpumpe in einen kleinen Teich beim Brandobjekt eingebracht. Anschließend wurde über die Wasservorräte des TLFA Gries sowie über das TLFA und GTLF der Feuerwehr Steinach gelöscht.
Parallel dazu wurde die Relaisleitung weiter aufgebaut. Vom Hydranten bis zum Brandobjekt musste eine Strecke von rund 1,2 Kilometern und etwa 160 Höhenmetern mit Schläuchen und Pumpen überwunden werden. Ein B-Schlauch hat eine Länge von 20 Metern – rein rechnerisch wären dafür rund 60 B-Schläuche notwendig. Da jedoch Reserveschläuche ausgelegt und Pumpen zwischengeschaltet werden mussten und die Schlauchstrecke nicht exakt der Wegstrecke folgt, wurden insgesamt schätzungsweise 75 B-Schläuche verwendet. Zusätzlich wurden zwei Tragkraftspritzen sowie zwei Tanklöschfahrzeuge mit Motorpumpen in die Relaisleitung eingebunden.
Während des Einsatzes wurde die Feuerwehr Gries am Brenner um 00:17 Uhr zusätzlich zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage im Sicherheitszentrum Brenner alarmiert. Zu diesem Einsatz wurde das BLFA mit fünf Mann abgestellt. Es handelte sich dabei um einen Täuschungsalarm, weshalb die Mannschaft anschließend wieder zum laufenden Brandeinsatz zurückkehren konnte.
Nach "Brandaus" wurde entschieden, die Löschleitung auf den letzten rund 350 Metern vorerst liegen zu lassen. Die restliche Relaisleitung wurde wieder abgebaut.
Im Einsatz:
- Feuerwehr Gries: TLFA, LFBA, BLFA, KDOA, LASTA, MTFA, 35 Mann
- Feuerwehr Steinach
- Rettungsdienst
- Polizei mit Drohne
Bericht: HV Johannes Jenewein


